„Die Dinge verbessern sich langsam“: Mit dieser vorsichtigen Botschaft hat Xbox am Montag auf eine seit Sonntagabend laufende Xbox-Störung reagiert. Zugleich entschuldigte sich das Unternehmen für die lange Dauer des Problems. Betroffen waren Kontenanmeldung, Store, Apps und Spiele auf Xbox Series X/S, Xbox One und Xbox 360. Ungewöhnlich war vor allem, dass zeitweise nicht nur digitale Titel, sondern auch Spiele auf Disc nicht starteten. Auf seiner Statusseite hatte Xbox die Störung am Sonntag gegen 23 Uhr ET vermerkt. Später hieß es, Disc-Spiele sollten wieder funktionieren; bei digitalen und abwärtskompatiblen Titeln seien jedoch weiterhin Probleme möglich.
- Die Xbox-Störung begann am Sonntagabend und betraf mehrere Dienste und Konsolengenerationen.
- Nutzer konnten Probleme beim Anmelden, Starten von Apps und Aufrufen des Stores haben.
- Zeitweise waren neben digitalen Spielen auch Titel auf Disc betroffen.
- Xbox meldete am Montag langsame Fortschritte, aber noch keine vollständige Behebung.
Xbox entschuldigt sich für die lange Störungsdauer
Bereits am frühen Montag erklärte Xbox auf X, die eigenen Ingenieure arbeiteten aktiv daran, die Auswirkungen einzudämmen. Auf der Statusseite war zwischenzeitlich zu lesen, das Problem sei identifiziert worden und eine Lösung stehe noch aus.
In einem weiteren Beitrag um 14.03 Uhr ET teilte der Xbox-Support mit, die Teams untersuchten mehrere mögliche Ansätze und arbeiteten weiter intensiv. Um 14.41 Uhr ET folgte die Nachricht, die Lage verbessere sich langsam. Gleichzeitig bat das Unternehmen wegen der anhaltenden Störung um Entschuldigung.
Dass selbst physische Spiele zeitweise nicht nutzbar waren, macht die Abhängigkeit moderner Konsolen von Online-Prüfungen besonders sichtbar.
Nach Angaben der Statusseite konnten sich Nutzer möglicherweise nicht bei ihren Profilen anmelden oder wurden trotz erfolgreicher Anmeldung wieder getrennt. Funktionen mit Anmeldepflicht – darunter die meisten Spiele, Apps und sozialen Angebote – standen dadurch teilweise nicht zur Verfügung. Auch beim Start von Anwendungen und bei der Suche nach Spielen im Xbox Store waren Probleme möglich.
Eine fehlgeschlagene Lizenzprüfung blockierte Game-Pass-Titel
Wie unterschiedlich sich die Xbox-Störung auswirkte, zeigte ein Test von The Verge: Bereits gekaufte digitale Spiele ließen sich dort starten. Bei Titeln, die an den Game Pass gekoppelt waren, erschien dagegen der Fehlercode 0x87e107df. Dieser wies darauf hin, dass die erforderliche Lizenz nicht überprüft werden konnte.
Solche Prüfungen dienen dazu festzustellen, ob ein Konto ein Spiel gekauft hat oder über ein Abonnement darauf zugreifen darf. Für Nutzer bedeutet der Ausfall damit, dass vorhandene Spieldaten allein nicht zwingend genügen: Kann der Dienst die Berechtigung nicht bestätigen, kann der Start scheitern.
Der Vorfall zeigt, dass auch der Besitz einer Disc nicht in jeder technischen Konstellation vollständige Unabhängigkeit von den Xbox-Diensten garantiert.
Das ist auch mit Blick auf eine von Xbox getestete Funktion relevant, die Besitzern eines Disc-Spiels eine digitale Kopie bereitstellen soll. Eine solche Verknüpfung kann den Zugriff bequemer machen; sie erhöht aber zugleich die Bedeutung funktionierender Authentifizierungs- und Lizenzsysteme.
Die Störung folgt auf Probleme bei PlayStation
Der Ausfall ereignete sich nur wenige Tage nach einer ebenfalls weitreichenden, mehrstündigen Störung der PlayStation-Onlinedienste. Bei Xbox fällt er zudem in eine Phase des Stellenabbaus: Das Unternehmen hatte wenige Wochen zuvor 1.600 Beschäftigte entlassen und angekündigt, bis Ende Juni 2027 weitere 1.600 Stellen zu streichen. Ein Zusammenhang mit der technischen Störung wurde in den Berichten nicht hergestellt.
Wie wichtig ist Ihnen, dass Spiele auf Disc auch bei einem Ausfall der Onlinedienste uneingeschränkt funktionieren? Teilen Sie Ihre Einschätzung.






























