Die Thriller-Miniserie „I Will Find You“ gehört nun zu den zehn meistgesehenen englischsprachigen Serien in der Geschichte von Netflix. Mit bislang 101,9 Millionen Aufrufen übernimmt die Harlan-Coben-Verfilmung Platz zehn und verdrängt „His & Hers“, das auf 98,2 Millionen kam. Der Einzug gelang rund sechs Wochen nach der Premiere am 18. Juni. In der Serie spielt Sam Worthington einen zu Unrecht verurteilten Mann, der aus dem Gefängnis ausbricht, nachdem er Hinweise erhält, dass sein für tot gehaltener Sohn noch leben könnte. Britt Lower gehört ebenfalls zur Besetzung.
- „I Will Find You“ steht mit 101,9 Millionen Aufrufen auf Platz zehn der englischsprachigen Netflix-Allzeitliste.
- Die Miniserie erreichte in 81 Ländern Rang eins.
- Netflix berücksichtigt für die Allzeitwertung die ersten 91 Streaming-Tage eines Titels.
- In der Woche vom 20. bis 26. Juli kam die Serie auf weitere 7,3 Millionen Aufrufe.
Platz zehn ist damit noch kein Endstand: Weil Netflix ausschließlich die ersten 91 Tage auswertet, bleibt der Serie mehr als ein Monat, um weitere Aufrufe für die Rangliste zu sammeln.
Als nächste Marke gelten die 106 Millionen Aufrufe der dritten „Bridgerton“-Staffel. „The Queen’s Gambit“ liegt mit 112,8 Millionen auf Rang acht. Ob „I Will Find You“ diese Titel noch überholt, hängt von der Nutzung im verbleibenden Wertungszeitraum ab.
Nach einer Unterbrechung kehrt die Serie an die Spitze zurück
Schon zum Start war „I Will Find You“ der meistgesehene englischsprachige Netflix-TV-Titel der Woche und zugleich der größte Serienstart des Dienstes im Jahr 2026. Vier Wochen lang blieb die Produktion an der Spitze der Wochencharts. Danach wurde sie für eine Woche von „Little House on the Prairie“ abgelöst, bevor sie mit 7,3 Millionen Aufrufen in der Woche vom 20. bis 26. Juli auf Rang eins zurückkehrte.
Die Wochenliste und die Allzeitwertung bilden dabei unterschiedliche Zeiträume ab: Während die wöchentlichen Top 10 eine Momentaufnahme liefern, summiert die Bestenliste die Nutzung während der ersten 91 Tage. Das erklärt, warum ein Titel bereits in der historischen Rangliste auftauchen und dort dennoch weiter Plätze gewinnen kann.
Die Coben-Partnerschaft liefert Netflix erneut einen Publikumserfolg
„I Will Find You“ ist nach „Fool Me Once“ die zweite Verfilmung eines Romans von Harlan Coben, die es in die englischsprachige Allzeitliste geschafft hat. „Fool Me Once“ erreichte innerhalb seines vollständigen 91-Tage-Zeitraums 98 Millionen Aufrufe und stand zeitweise ebenfalls auf Platz zehn.
Netflix arbeitet seit 2018 mit Coben zusammen. Bislang entstanden 13 Serienadaptionen seiner Romane in den USA, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Polen und Argentinien. „I Will Find You“ ist darunter die erste US-amerikanische Coben-Adaption.
Seit Einführung der globalen Netflix-Top-10 im Jahr 2021 erschienen Coben-Serien 41-mal in den weltweiten Wochencharts und schafften es in 93 Ländern in die Top 10. Seit Anfang 2023 kamen die Produktionen zusammen auf mehr als 450 Millionen Aufrufe.
Für Netflix bedeutet der neue Erfolg, dass sich Cobens Thriller nicht nur in unterschiedlichen Ländern produzieren lassen, sondern auch über Sprach- und Marktgrenzen hinweg ein großes Streamingpublikum erreichen können.
Weitere Projekte sind bereits in Arbeit. Eine Serie über die Figur Myron Bolitar mit Colin Woodell in der Hauptrolle ging in der Woche der Bekanntgabe in Produktion. David E. Kelley und Kyle Long fungieren als Co-Showrunner.
Der Streamingstart wirkt sich auch auf den Roman aus
Die Aufmerksamkeit beschränkt sich nicht auf Netflix. Seit der Veröffentlichung des Trailers am 1. Juni stiegen auch die Verkäufe der Romanvorlage aus dem Jahr 2023. Nach Angaben des Verlags Grand Central Publishing lagen sie in den zurückliegenden zwei Monaten sechsmal so hoch wie zuvor.
Coben bezeichnete den Erfolg gegenüber dem „Hollywood Reporter“ als große Freude und erklärte, er sei dafür außerordentlich dankbar. Zugleich motiviere ihn die Resonanz, noch intensiver am nächsten Projekt zu arbeiten.
Was überzeugt Sie an den Coben-Verfilmungen – die abgeschlossenen Thrillerhandlungen oder die wiederkehrenden Wendungen?






























