Das in Hongkong ansässige Unternehmen Portal Outdoors hat mit dem Nomis One ein aufblasbares Dachzelt vorgestellt, das während der Fahrt nicht auf dem Autodach bleibt. Stattdessen wird es im Kofferraum transportiert und am Stellplatz auf einer aufblasbaren Basis montiert. Mit einer optionalen elektrischen Pumpe soll der Aufbau in weniger als zehn Minuten gelingen. Das über Kickstarter angebotene Zelt ist für zwei bis drei Personen ausgelegt und wiegt zusammen mit Boden und Zeltkörper 20,8 Kilogramm – Leiter, Pumpe und optionales Innenzelt sind dabei nicht eingerechnet.
- Das Nomis One wird im Auto transportiert und erst am Stellplatz am Dachträger befestigt.
- Zeltkörper und Boden wiegen zusammen 20,8 Kilogramm.
- Die Liegefläche misst 204 mal 131 Zentimeter und ist für zwei bis drei Personen vorgesehen.
- Die günstigste Kickstarter-Stufe kostet 5.872 Hongkong-Dollar.
Das Konzept tauscht die ständige Einsatzbereitschaft eines fest montierten Dachzelts gegen weniger Gewicht und eine freie Dachfläche während der Fahrt.
Aufblasbare Basis wird am Dachträger befestigt
Das Nomis One besteht aus zwei Teilen. Zunächst wird der Zeltkörper an der sogenannten AeroDeck-Plattform befestigt. Die Basis wird am Boden aufgepumpt, anschließend auf das Fahrzeugdach geschoben und über zweiteilige Halterungen mit den Querträgern des Dachgepäckträgers verbunden. Danach wird der ebenfalls aufblasbare Zeltkörper aufgerichtet.
Portal verwendet dafür Luftstreben und wasserdichtes 300D-Oxford-Gewebe. Ein aufblasbares Vordach über dem Eingang sowie wetterfeste Fensterabdeckungen sollen zusätzliche Stangen überflüssig machen. Die vom Hersteller genannten weniger als zehn Minuten Aufbauzeit setzen die optionale elektrische Pumpe voraus, die das Zelt ohne manuelles Pumpen befüllt.
Anders als klassische Hartschalen-Dachzelte bleibt die Konstruktion nicht dauerhaft auf dem Auto. Das bedeutet in der Praxis, dass während der Anfahrt weder das komplette Zeltgewicht noch ein zusätzlicher Aufbau auf dem Dach mitgeführt werden muss. Dafür muss das Nomis One an jedem Übernachtungsplatz aus dem Fahrzeug geholt und montiert werden.
Das Zelt lässt sich auch am Boden nutzen
Die AeroDeck-Plattform ist laut Anbieter für eine Belastung von bis zu 249 Kilogramm ausgelegt. Im Inneren stehen 204 mal 131 Zentimeter Bodenfläche zur Verfügung. Große Netzfenster besitzen verschließbare, wasserdichte Abdeckungen. Das getönte Netz erlaubt den Blick nach draußen, während die Sicht von außen teilweise eingeschränkt wird.
Neben dem Autodach kann das Nomis One auf dem Boden oder auf der Ladefläche eines Pick-ups aufgebaut werden. Für zusätzliche Wärme bietet Portal einen separat erhältlichen, gesteppten Baumwoll-Inneneinsatz an.
Für Reisende ergibt sich damit ein Mittelweg zwischen Bodenzelt und dauerhaft installiertem Dachzelt: Der Schlafplatz liegt auf Wunsch erhöht, das Fahrzeug trägt ihn aber nicht während der gesamten Reise.
Dieser Kompromiss bringt auch Einschränkungen mit sich. Schlafsäcke und Kissen können nicht im zusammengelegten Zelt verbleiben und benötigen eigenen Stauraum. Offen ist zudem, wie schnell sich die Luft in der Praxis vollständig herausdrücken und das Zelt wieder kompakt verstauen lässt.
Kickstarter-Preis beginnt bei 5.872 Hongkong-Dollar
Die Kickstarter-Kampagne überschritt ihr Finanzierungsziel nach Angaben des Berichts innerhalb weniger Stunden. Die frühe Unterstützungsstufe für das Zelt kostet 5.872 Hongkong-Dollar, laut Anbieter etwa 750 US-Dollar beziehungsweise rund 650 Euro. Für 7.048 Hongkong-Dollar – 900 US-Dollar oder ungefähr 780 Euro – gehören eine Teleskopleiter und die elektrische Pumpe zum Paket.
Für den späteren Handel veranschlagt Portal gegenüber den frühen Kampagnenpreisen Aufschläge von schätzungsweise 350 US-Dollar für das Zelt und 500 US-Dollar für das Komplettpaket, also ungefähr 300 beziehungsweise 430 Euro. Letzteres käme damit auf 1.400 US-Dollar oder rund 1.200 Euro.
Portal Outdoors wurde 2011 gegründet und verkauft neben Zelten unter anderem Campingmöbel, aufblasbare Paddleboards und Transportwagen. Bei Kickstarter handelt es sich allerdings um Crowdfunding: Die genannten Summen sind Unterstützungsstufen einer Kampagne und nicht ohne Weiteres mit einem regulären Kauf eines bereits verfügbaren Serienprodukts gleichzusetzen.
Wäre Ihnen ein Dachzelt zum Verstauen wichtiger als ein Modell, das ständig auf dem Auto bleibt?






























