„Spider-Man: Brand New Day“ ist mit weltweiten Einnahmen von 927 Millionen US-Dollar (rund 800 Millionen Euro) in den Kinos gestartet. Damit erreicht die Sony-und-Marvel-Produktion am Eröffnungswochenende den zweitgrößten globalen Auftakt der Filmgeschichte, hinter „Avengers: Endgame“. Der vierte Spider-Man-Solofilm mit Tom Holland nahm in den USA und Kanada 355 Millionen Dollar (rund 306 Millionen Euro) ein; aus 66 internationalen Märkten kamen weitere 572 Millionen Dollar (rund 494 Millionen Euro). China war mit 121 Millionen Dollar (rund 104 Millionen Euro) der stärkste Markt außerhalb Nordamerikas.
- Der Film spielte zum Auftakt weltweit 927 Millionen US-Dollar ein.
- In den USA und Kanada entfielen 355 Millionen Dollar auf das Eröffnungswochenende.
- Deutschland steuerte 20 Millionen Dollar bei, umgerechnet rund 17 Millionen Euro.
- Weltweit lief der Film auf etwa 90.000 Leinwänden.
Nur „Avengers: Endgame“ startete weltweit stärker als „Spider-Man: Brand New Day“.
„Avengers: Endgame“ behält den globalen Startrekord
„Avengers: Endgame“ hatte bei seinem weltweiten Debüt 1,22 Milliarden US-Dollar (rund 1,05 Milliarden Euro) umgesetzt. „Spider-Man: Brand New Day“ schiebt sich nun vor „Avengers: Infinity War“, das 2018 mit 640,5 Millionen Dollar (rund 553 Millionen Euro) gestartet war.
Zugleich übertrifft der neue Film den bisherigen Spitzenwert der Spider-Man-Reihe deutlich. „Spider-Man: No Way Home“ hatte zum Auftakt 600,5 Millionen Dollar (rund 518 Millionen Euro) erreicht. Für Sony ist „Brand New Day“ ebenfalls der bislang größte weltweite Kinostart.
China führt die internationalen Märkte an
Nach China folgten unter den internationalen Märkten das Vereinigte Königreich mit 49 Millionen Dollar (rund 42 Millionen Euro), Mexiko mit 38,3 Millionen Dollar (rund 33 Millionen Euro) und Südkorea mit 25 Millionen Dollar (rund 22 Millionen Euro). In Frankreich, Indien, Brasilien und Spanien stellte der Film jeweils neue Auftaktmarken auf.
Für den deutschen Kinomarkt ist vor allem das Einspielergebnis von 20 Millionen US-Dollar relevant. Das entspricht ungefähr 17 Millionen Euro. Der Betrag zeigt, dass der globale Erfolg nicht allein auf Nordamerika und China beruht, sondern sich auf zahlreiche Kinomärkte verteilt.
Premiumformate tragen Millionen zum Ergebnis bei
Auch besondere Vorführformate spielten eine Rolle. 4DX erzielte weltweit 17 Millionen Dollar (rund 15 Millionen Euro), ScreenX kam auf 14,4 Millionen Dollar (rund 12 Millionen Euro). In China, Japan und Südkorea steuerten Imax-Vorstellungen zusammen 23 Millionen Dollar (rund 20 Millionen Euro) bei. In anderen Teilen der Welt waren Imax-Leinwände für Christopher Nolans „The Odyssey“ reserviert.
Premiumformate sind für die Einordnung wichtig, weil das Einspielergebnis nicht mit der Zahl verkaufter Eintrittskarten gleichzusetzen ist: Unterschiedliche Ticketpreise können den Umsatz beeinflussen. Der enorme Start bedeutet daher vor allem, dass der Film schon in den ersten Tagen eine außergewöhnlich hohe Kassensumme mobilisiert hat. Ob daraus auch langfristig ein ähnlich starkes Gesamtergebnis wird, entscheidet der weitere Verlauf in den Kinos.
Trailer und Kritiken hatten den Start vorbereitet
Schon vor dem Kinostart hatte der Trailer große Reichweite erzielt. Innerhalb von 24 Stunden kam die Vorschau laut „Variety“ auf rund 718 Millionen Aufrufe. Das Marktforschungsinstitut WaveMetrix ermittelte für die ersten vier Tage mehr als eine Milliarde Streams.
Bei Rotten Tomatoes erreichte der von Destin Daniel Cretton inszenierte Film 90 Prozent. Befragungen von CinemaScore ergaben die Bewertung „A“. In der Handlung muss Peter Parker nach den Ereignissen von „No Way Home“ damit umgehen, dass sich MJ und Ned nicht mehr an ihn erinnern.
Der Start hebt sich damit von den schwächeren Kinoergebnissen anderer neuer Superheldenfilme ab: „Supergirl“ und „Masters of the Universe“ spielten ihre Produktionskosten im Kino nicht wieder ein.
Für Sony und Marvel stärkt das Ergebnis den wirtschaftlichen Wert der Figur Spider-Man. Zugleich wächst das gesamte Kinoeinspiel des Marvel Cinematic Universe mit nun 38 Filmen auf 33,3 Milliarden US-Dollar. Ein starkes Auftaktwochenende allein garantiert zwar noch keinen langfristigen Erfolg, verschafft dem Film aber eine sehr hohe Ausgangsbasis.
Was erklärt für Sie diesen Spider-Man-Start am besten: die Figur, die Trailer-Reichweite oder das Interesse an großen Kinoformaten?






























