Wer für den nächsten Filmabend vertraute Unterhaltung statt schwerer Kost sucht, bekommt mit einer Auswahl von Vogue 31 Feel-Good-Filme an die Hand. Die Empfehlungen reichen vom Screwball-Klassiker „The Philadelphia Story“ aus dem Jahr 1940 über romantische Komödien wie „When Harry Met Sally“ bis zu Animationsfilmen wie „Shrek“ und „Finding Nemo“. Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein einheitliches Genre, sondern eine gemeinsame Wirkung: Es sind Filme, zu denen man wegen ihres Humors, ihrer Figuren oder ihres tröstlichen Ausgangs gern zurückkehrt.
- Die Vogue-Auswahl umfasst insgesamt 31 Feel-Good-Filme.
- Der früheste genannte Titel ist „The Philadelphia Story“ von 1940.
- Zur Auswahl gehören Komödien, Romanzen, Familienfilme, Animation und Sportgeschichten.
- Unter den genannten Stars sind Katharine Hepburn, Jimmy Stewart, Meg Ryan, Sandra Bullock und Queen Latifah.
Hollywood-Klassiker legen das Fundament
Den chronologischen Auftakt bildet George Cukors Screwball-Komödie „The Philadelphia Story“ mit Katharine Hepburn. Der Film erzählt von einer privilegierten jungen Frau und mehreren möglichen Verehrern. Wenige Jahre später folgte Frank Capras Weihnachtsfilm „It’s a Wonderful Life“ mit Jimmy Stewart und Donna Reed. Trotz ernster Momente zählt Vogue ihn wegen seines triumphalen Endes zu den prägenden Wohlfühlfilmen.
Auch „Annie“ von 1982 passt nicht auf den ersten Blick in diese Kategorie: Die Geschichte spielt im New York der Depressionszeit und handelt von einem Waisenmädchen. Musik und Besetzung – darunter Albert Finney, Ann Reinking, Bernadette Peters, Tim Curry, Geoffrey Holder und Aileen Quinn – geben dem Film jedoch eine beschwingte Richtung.
Feel-Good-Film ist damit weniger eine klassische Gattungsbezeichnung als ein Versprechen an das Publikum: Selbst Konflikte und ernste Passagen führen letztlich zu einem befriedigenden Seherlebnis.
Romanzen und Familienkomödien prägen die Auswahl
Besonders stark vertreten sind Filme aus den späten 1980er- und den 1990er-Jahren. „The Princess Bride“ verbindet Abenteuer und Romanze, während Nora Ephrons „When Harry Met Sally“ mit Billy Crystal und Meg Ryan die Hoffnung auf Liebe nach enttäuschenden Beziehungen in den Mittelpunkt rückt. „Father of the Bride“ verlagert den Konflikt dagegen auf die vergleichsweise überschaubaren Turbulenzen einer Hochzeitsplanung.
Daneben stehen Geschichten über Freundschaft und Familie. „A League of Their Own“ verbindet Schwesternschaft, Krieg und Softball mit Tom Hanks, Madonna und Rosie O’Donnell. In „The Parent Trap“ spielt Lindsay Lohan eineiige Zwillinge, die sich in einem Sommercamp begegnen und ihre getrennten Eltern wieder zusammenbringen wollen.
„Groundhog Day“ macht die Wiederholung selbst zum Handlungskern: Bill Murray erlebt denselben Tag immer wieder. „Clueless“ wiederum überträgt eine Geschichte von Jane Austen in die Welt populärer Schülerinnen, während „Home for the Holidays“ ein Thanksgiving-Treffen rund um Holly Hunters Figur erzählt.
Die 2000er erweitern Wohlfühlkino um Animation und Sport
Zur Jahrtausendwende wird die Auswahl breiter. „Bring It On“ setzt auf eine Highschool-Cheerleading-Handlung, „Miss Congeniality“ auf Sandra Bullock als FBI-Agentin, die verdeckt an einem Schönheitswettbewerb teilnimmt. „The Princess Diaries“ erzählt von Mia Thermopolis, die erfährt, dass sie Prinzessin eines kleinen europäischen Landes ist, das von Julie Andrews’ Figur geführt wird.
Mit „Shrek“ und „Finding Nemo“ kommen zwei Animationsfilme hinzu, die sich nicht allein an Kinder richten. „Shrek“ arbeitet mit Anspielungen für Erwachsene und einer Liebesgeschichte zwischen den Ogern Shrek und Fiona. „Finding Nemo“ verbindet seine Unterwasserwelt mit Themen wie Familie, Freundschaft, Mut und Selbstständigkeit.
Für die Filmauswahl zu Hause bedeutet diese Vielfalt: Wohlfühlkino muss weder konfliktfrei noch ausschließlich romantisch sein – entscheidend ist, welche Stimmung nach dem Abspann bleibt.
Auch europäische Schauplätze finden Platz: „Amélie“ folgt einer Pariser Kellnerin, die anderen Menschen Freude bringen möchte. In „Last Holiday“ reist Queen Latifahs Figur in einen Kurort in Tschechien, wo unter anderem Snowboarden und Base-Jumping auf dem Programm stehen. „Blue Crush“ führt nach Hawaii, „13 Going on 30“ lässt eine Jugendliche über Nacht zu ihrem 30-jährigen Ich werden, und „March of the Penguins“ widmet sich der Wanderung von Kaiserpinguinen.
Gerade beim erneuten Anschauen verändert sich die Funktion eines Films: Wenn Ausgang und Wendungen bereits bekannt sind, können vertraute Dialoge, Darsteller und Stimmungen wichtiger werden als Spannung. Das erklärt, warum eine solche Liste Jahrzehnte und Genres verbinden kann, ohne einen einzigen verbindlichen Stil vorzugeben.
Welcher Film gehört für Sie unbedingt auf eine Feel-Good-Liste – und welchen Titel schauen Sie immer wieder?






























