Für Käuferinnen und Käufer in Deutschland ist der Shark Chillpill die greifbarere, aber teure Option unter den neuen Handventilatoren: Knapp 140 Euro kostet das 350 Gramm schwere Gerät, das Luftstrom, Wassernebel und eine Kühlplatte kombiniert. Ein Praxistest bescheinigt allen drei Betriebsarten eine deutliche Kühlwirkung, zeigt jedoch auch Schwächen bei Lautstärke, Wassertank und Zubehör. Parallel wirbt Movespeed auf Kickstarter für den ChillVolt. Er setzt ebenfalls auf Gebläse und Kontaktkühlung, ergänzt das Konzept aber um eine 10.000-mAh-Powerbank. Damit stehen sich ein getestetes Multifunktionsgerät und ein günstigeres Crowdfunding-Projekt mit Umsetzungsrisiko gegenüber.
- Der Shark Chillpill kostet knapp 140 Euro und bietet drei austauschbare Kühlaufsätze.
- Sein 14-Milliliter-Wassertank reicht selbst im Intervallbetrieb kaum länger als 15 Minuten.
- Der ChillVolt soll Geräte mit bis zu 20 Watt laden und wird auf Kickstarter ab 45,99 US-Dollar angeboten.
- Movespeed plant bei erfolgreichem Verlauf eine weltweite Auslieferung im August.
Der Chillpill verbindet Luft, Nebel und direkten Hautkontakt
Der Shark Chillpill besteht aus zwei über ein Gelenk verbundenen Zylindern. In einem sitzen Akku, Bedienelemente und Display, im anderen Motor und Gebläse. Je nach Aufsatz arbeitet das Gerät als Ventilator, Vernebler oder Kontaktkühler. Das Gelenk erlaubt es zudem, den Handventilator auf einen Tisch zu legen und den Luftstrom auszurichten.
Im Ventilatorbetrieb stehen zehn Leistungsstufen zur Verfügung. Shark gibt für die höchste Stufe eine Luftgeschwindigkeit von bis zu 7,5 Metern pro Sekunde an. Der Praxistest bewertet den Luftstrom als ausreichend, um Hals und Kopf zu kühlen.
Die hohe Leistung hat allerdings einen hörbaren Preis: In 30 Zentimetern Entfernung wurden auf Stufe vier rund 56 Dezibel und auf der höchsten Stufe etwa 67 Dezibel gemessen.
Für Innenräume empfiehlt Shark deshalb die Stufen eins bis fünf. Wer den Handventilator beim konzentrierten Arbeiten verwenden möchte, muss dennoch mit einem wahrnehmbaren Betriebsgeräusch rechnen.
Die Kühlplatte überzeugt, der Nebeltank leert sich schnell
Die aufsteckbare Kühlplatte arbeitet ebenfalls zusammen mit dem Gebläse. Laut Shark kann sie auf der zweiten Stufe die Hauttemperatur um bis zu neun Grad senken. Im Test fühlte sie sich besonders an Schläfen und Nacken deutlich kalt an; der Unterschied zwischen Standardmodus und höherer Stufe blieb allerdings begrenzt.
Der Vernebler verteilt wahlweise kontinuierlich oder in Intervallen einen feinen Wassernebel. Seine praktische Reichweite ist wegen des kleinen Tanks eingeschränkt: Die 14 Milliliter reichen selbst auf niedrigster Stufe und im Intervallmodus kaum länger als 15 Minuten.
Hinzu kommt Wartungsaufwand. Shark sieht vor, den Feuchtigkeitsdocht nach einem Monat oder bei Bedarf zu wechseln. Vier Dochte liegen bei, Ersatz wird in Deutschland derzeit jedoch nicht angeboten. In Großbritannien kostet ein Paket mit drei Dochten umgerechnet fast neun Euro.
Beim Zubehör fällt der Lieferumfang ebenfalls knapp aus. Neben Ladekabel und Tasche für die Aufsätze gehört keine Hülle für das eigentliche Gerät dazu. Eine passende Schutzhülle kostet zusätzlich knapp 22 Euro.
Der große Akku sorgt für lange Laufzeiten
Der Akku des Chillpill fasst 4.700 Milliamperestunden. Shark nennt im reinen Ventilatorbetrieb bis zu elf Stunden auf Stufe eins, bis zu 4,5 Stunden auf Stufe fünf und bis zu 1,5 Stunden bei maximaler Leistung. Im Praxistest wurden diese Angaben sogar übertroffen. Mit Kühlplatte sank die Ausdauer, lag im Standardmodus aber weiterhin deutlich über fünf Stunden.
Für deutsche Interessenten bedeutet das: Der Chillpill bietet vielseitige und wirksame persönliche Kühlung, sein Preis von knapp 140 Euro verlangt jedoch eine klare Abwägung zwischen Komfort, Lautstärke und Wartungsaufwand.
ChillVolt kombiniert Handventilator und Powerbank
Movespeed verfolgt mit dem ChillVolt ein kompakteres Konzept. Der 140 Millimeter hohe und 260 Gramm schwere Handventilator besitzt einen Motor mit 12.000 Umdrehungen pro Minute und erreicht laut Hersteller bis zu 6,6 Meter pro Sekunde. Die Leistung lässt sich stufenlos von eins bis 100 regeln.
Eine Halbleiter-Kühlung senkt die Temperatur einer Aluminiumplatte im Zentrum des Ventilators um mehrere Grad unter die Umgebungstemperatur. Die Wirkung bleibt dabei lokal: Erst durch den direkten Kontakt mit der Haut entsteht das zusätzliche Kältegefühl.
Sein wichtigstes Unterscheidungsmerkmal ist der 10.000-mAh-Akku. Über ein integriertes USB-C-Kabel kann der ChillVolt andere Geräte mit bis zu 20 Watt aufladen und damit zugleich als Powerbank dienen.
Auf Kickstarter beginnt der Preis bei 45,99 US-Dollar, also grob 40 Euro. Als späterer Listenpreis werden 70,79 US-Dollar beziehungsweise ungefähr 61 Euro genannt. Versandkosten sollen erst nach Abschluss der Kampagne berechnet werden.
Der niedrigere Preis macht den ChillVolt interessant, doch eine Kickstarter-Beteiligung ist keine gewöhnliche Bestellung: Finanzierung, Produktion und Auslieferung können trotz Planung anders verlaufen.
Movespeed hat nach Angaben des Berichts bereits fünf andere Technikprodukte über Kickstarter gestartet und ausgeliefert. Wenn die aktuelle Kampagne planmäßig verläuft, sollen die Bestellungen im August weltweit verschickt werden.
Welche Kombination wäre Ihnen bei einem Handventilator wichtiger: Wassernebel und Kühlplatte oder eine integrierte Powerbank?






























