Genesis hält die Tür für besonders leistungsstarke und exklusive Modelle oberhalb seiner jungen Magma-Reihe offen. In einem Interview mit Car Sales zeigten sich Hyundai-Produktentwicklungsmanager Tim Rodgers und Genesis-Australien-Geschäftsführer Justin Douglass grundsätzlich aufgeschlossen für Fahrzeuge nach dem Vorbild der Black Series von Mercedes-AMG oder der CS-Modelle von BMW. Eine konkrete Baureihe bestätigten sie allerdings nicht. Die Aussagen folgen auf den Aufbau des Magma-Programms, den Einstieg der Marke in den Motorsport und die Präsentation weiterer Sportwagenprojekte.
- Das erste bestätigte Magma-Modell basiert auf der G80-Limousine und ist auf den Nahen Osten begrenzt.
- Der GV60 Magma ist als erstes global angebotenes Modell der Performance-Reihe vorgesehen.
- Genesis-Manager zeigen Interesse an noch extremeren Varianten, betonen aber den spekulativen Charakter der Überlegungen.
- Ein Mittelmotor-Supersportwagen befindet sich ebenfalls in der Planung.
Mit G80 und GV60 baut Genesis die Magma-Reihe auf
Den Anfang machte zuvor in diesem Jahr ein auf der G80-Limousine basierendes Magma-Modell. Dessen Verfügbarkeit bleibt laut dem Bericht auf den Nahen Osten beschränkt. Für die internationale Ausrichtung ist deshalb vor allem der GV60 Magma entscheidend: Er soll als erstes globales Modell der neuen Performance-Sparte antreten und innerhalb des Konzerns eine Alternative zum Hyundai Ioniq 5 N und zum Kia EV6 GT bilden.
Magma übernimmt bei Genesis damit die Rolle eines Leistungslabels. Solche Bezeichnungen schaffen bei Autoherstellern eine eigene Hierarchie: reguläre Modelle bilden die Basis, darüber stehen sportlichere Varianten, während besonders konsequent ausgelegte Sondermodelle nochmals eine eigene Stufe besetzen können.
Genau diese zusätzliche Stufe oberhalb von Genesis Magma steht nun zur Diskussion – beschlossen ist sie jedoch nicht.
Manager sprechen über Modelle oberhalb von Magma
Im Gespräch mit Car Sales reagierte Rodgers positiv auf die Idee eines besonders kompromisslosen Genesis nach dem Muster von Mercedes-AMG Black Series. Zugleich stellte er klar, dass er damit kein künftiges Produkt bestätige, sondern spekuliere. Douglass verwies ebenfalls auf die Ambitionen und die fortlaufende Entwicklung der Marke.
Damit bleiben die Äußerungen zunächst ein Hinweis auf mögliche Optionen und keine Modellankündigung. Genesis dürfte nach Einschätzung des Berichts zuerst beobachten, wie die Magma-Fahrzeuge am Markt angenommen werden, bevor noch leistungsstärkere, exklusivere und voraussichtlich teurere Ableger beschlossen werden.
Für Interessenten im deutschsprachigen Raum bedeutet das: Der globale GV60 Magma ist greifbarer als mögliche Spitzenmodelle, deren Entwicklung und regionale Verfügbarkeit weiterhin offen sind.
Motorsport und Mittelmotor-Projekt weisen den nächsten Weg
Parallel zum Aufbau von Genesis Magma erweitert die Marke ihre Motorsportaktivitäten. Genesis trat zuletzt mit dem GMR-001 LMDh-Hypercar erstmals beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans an. Außerdem präsentierte das Unternehmen einen GT3-Prototyp, aus dem laut Bericht sowohl ein Rennwagen als auch ein Mittelmotor-Spitzenmodell für die Straße hervorgehen soll.
Ein sogenanntes Halo-Modell dient einer Marke vor allem als technischer und gestalterischer Imageträger, auch wenn es nur in kleinen Stückzahlen angeboten wird. Für Genesis würde ein solcher Supersportwagen bedeuten, dass sich die Performance-Strategie nicht auf schnellere Varianten bestehender Serienfahrzeuge beschränkt.
Als Nächstes stehen somit zunächst der globale Auftritt des GV60 Magma sowie die weitere Arbeit an den Renn- und Mittelmotorprojekten im Mittelpunkt. Ob danach tatsächlich eine besonders radikale Modellfamilie im Stil von Black Series oder BMW CS folgt, hängt von einer späteren Entscheidung ab; einen Termin oder eine formelle Freigabe nannten die Manager nicht.
Sollte Genesis zuerst das Magma-Angebot ausbauen oder direkt ein exklusives Spitzenmodell entwickeln?






























