Nimble steht hinter der SharePower, einer Powerbank, die das übliche Konzept mobiler Akkus um eine teilbare Konstruktion erweitert. Im Praxistest von Engadget ließ sich das Ladegerät durch Auseinanderziehen in zwei magnetisch verbundene Einheiten zerlegen. Zusammengesetzt bietet es 10.000 mAh Kapazität, getrennt stehen zwei Powerbanks mit jeweils 5.000 mAh zur Verfügung. Damit richtet sich die Nimble SharePower besonders an Paare, Familien oder Freunde, die unterwegs zeitweise getrennte Wege gehen, aber nicht mehrere vollständige Ladegeräte samt Kabeln mitnehmen möchten.
- Die SharePower besteht aus zwei abnehmbaren Akkus mit jeweils 5.000 mAh.
- Zusammengesetzt kann sie bis zu drei Geräte gleichzeitig über USB-C laden.
- Nimble nennt eine Gesamtleistung von bis zu 35 Watt, im Einzelbetrieb wurden höchstens 20 Watt gemessen.
- Das Gehäuse besteht laut Hersteller vollständig aus recyceltem Material.
Magnete und integrierte Anschlüsse ersetzen loses Zubehör
Die beiden Hälften werden magnetisch zusammengehalten. Im Inneren kommt ein fest eingebautes USB-C-Kabel zum Vorschein, das äußerlich wie eine Trageschlaufe wirkt. Die andere Hälfte besitzt einen ausklappbaren USB-C-Stecker, der direkt an ein Smartphone oder Tablet angeschlossen werden kann. Ein zusätzliches Kabel gehört ebenfalls zum Lieferumfang.
Eine digitale Anzeige informiert an einer Seite über den verbleibenden Ladestand. Die zweite Hälfte verwendet dafür vier Kontrollleuchten, die nur eine grobe Einschätzung erlauben. Zusammengesetzt ist die Powerbank mit 3,1 × 2,8 × 1 Zoll ungefähr 7,9 × 7,1 × 2,5 Zentimeter groß. Das Gewicht von 7,6 Unzen entspricht rund 215 Gramm.
Der praktische Unterschied zu zwei gewöhnlichen Powerbanks liegt darin, dass beide Akkus gemeinsam transportiert und mit nur einem Kabel wieder aufgeladen werden können.
Sogenannte Pogo-Pins gleichen nach dem Zusammensetzen den Energiestand zwischen den beiden Hälften aus. Beim nächsten Trennen soll dadurch in beiden Teilen die gleiche Ladungsmenge verfügbar sein. Für Reisepartner bedeutet das, dass nicht vor jeder Nutzung entschieden werden muss, wer den stärker geladenen Akku bekommt.
Die 35 Watt stehen nur bei mehreren Geräten bereit
Im verbundenen Zustand gibt Nimble eine Gesamtleistung von bis zu 35 Watt über drei USB-C-Anschlüsse an. Diese Leistung verteilt sich jedoch auf mehrere angeschlossene Geräte. Bei der Messung mit nur einem Verbraucher erreichte die SharePower höchstens 20 Watt. Jede einzelne Hälfte liefert getrennt ebenfalls bis zu 20 Watt.
Wer nur ein Smartphone lädt, profitiert daher nicht von den beworbenen 35 Watt; der Vorteil liegt vielmehr in der parallelen Versorgung mehrerer Geräte.
Kabelloses Laden unterstützt das Modell nicht. Kritik gab es im Test außerdem an der Magnetverbindung: Wird nur eine Hälfte festgehalten und bewegt, kann sich die andere lösen. Auch das fest verbaute Kabel ist ein möglicher Schwachpunkt, insbesondere wenn es regelmäßig als Trageschlaufe genutzt wird und sich bei einem Schaden nicht einfach austauschen lässt.
Auf Flugreisen gelten eigene Regeln für Powerbanks
Die Kapazität in Milliamperestunden gibt an, wie viel Energie ein mobiler Akku speichern kann. Sie sagt jedoch nicht exakt voraus, wie oft sich ein Smartphone laden lässt. Dabei spielen unter anderem Ladeverluste, Kabel, Geschwindigkeit und das angeschlossene Gerät eine Rolle. Ein Reisetest von CN Traveler ordnet 5.000 mAh eher als Reserve für das Smartphone ein, während 10.000 bis 20.000 mAh besser zu langen Reisetagen oder mehreren Geräten passen.
Für Flugreisende ist zusätzlich wichtig, dass Powerbanks ins Handgepäck und nicht in den aufgegebenen Koffer gehören. Nach den von CN Traveler zusammengefassten üblichen Grenzen sind Modelle bis 100 Wh meist ohne besondere Freigabe zulässig. Zwischen 101 und 160 Wh ist eine Genehmigung der Fluggesellschaft erforderlich; Geräte mit mehr als 160 Wh sind auf Passagierflügen im Allgemeinen nicht erlaubt. Beschädigte, aufgeblähte oder zurückgerufene Akkus sollten überhaupt nicht eingepackt werden.
Wäre eine teilbare Powerbank für Ihre Reisen praktischer als zwei separate Akkus – oder überwiegen für Sie die möglichen Schwachstellen der Konstruktion?






























