Die US-Schauspielerin Hayden Panettiere, bekannt aus den Serien „Heroes“ und „Nashville“ sowie den „Scream“-Filmen, ist im Alter von 36 Jahren gestorben. Ein Sprecher bestätigte den Tod gegenüber mehreren US-Medien; Panettiere soll am Sonntag gestorben sein. Nähere Angaben zu den Umständen oder zur Todesursache lagen zunächst nicht vor. In einer von ABC verbreiteten Erklärung hieß es, sie habe den Menschen in ihrem Umfeld und Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern „unermessliche Liebe und Freude“ gebracht. Die Familie bat um Privatsphäre, um den Verlust zu verarbeiten.
- Hayden Panettiere wurde 36 Jahre alt.
- Bekannt war sie vor allem als Claire Bennet in „Heroes“ und Juliette Barnes in „Nashville“.
- Die Todesursache war zunächst nicht bekannt.
Panettiere stand bereits im Alter von fünf Jahren vor der Kamera und verbrachte damit fast ihr gesamtes Leben in der Öffentlichkeit.
„Heroes“ machte Panettiere einem großen Publikum bekannt
Ihre Laufbahn begann 1994 mit Auftritten in US-Seifenopern. Sie spielte zunächst Sarah Roberts in „One Life to Live“ und später Lizzie Spaulding in „Guiding Light“. Im Jahr 2000 folgte mit „Remember the Titans“ eine Rolle in einem Kinofilm mit Denzel Washington.
Den Durchbruch brachte 2006 die NBC-Serie „Heroes“. Darin verkörperte Hayden Panettiere die Schülerin und Cheerleaderin Claire Bennet, die über übernatürliche Fähigkeiten verfügt. Sie war in 73 Folgen zu sehen und blieb über die gesamte, vier Staffeln umfassende Laufzeit Teil der Besetzung.
Ursprünglich sollte „Heroes“ in jeder Staffel neue Figuren in den Mittelpunkt stellen. Wegen der Popularität der Darsteller und der Bindung des Publikums an Charaktere wie Claire Bennet hielt die Produktion jedoch an der ursprünglichen Besetzung fest. Das unterstreicht, wie eng Panettiere mit der Identität der Serie verbunden war.
„Nashville“ brachte ihr zwei Golden-Globe-Nominierungen
Von 2012 bis 2018 spielte Panettiere in 128 Folgen der Musikserie „Nashville“ die aufstrebende Countrysängerin Juliette Barnes. Im Zentrum der Handlung stand unter anderem deren Rivalität mit der von Connie Britton gespielten etablierten Musikerin Rayna Jaymes. Die Serie lief über sechs Staffeln, zunächst beim Sender ABC und später bei CMT.
Für ihre Darstellung wurde Panettiere zweimal für einen Golden Globe nominiert. Ihre Laufbahn verband damit unterschiedliche Bereiche des US-Fernsehens: den Einstieg über tägliche Seifenopern, den Erfolg einer großen Netzwerkserie und schließlich ein mehrjähriges Musikdrama.
Auch als Kirby Reed gewann sie viele Fans
Im Kino wurde Panettiere besonders durch die Rolle der Kirby Reed in „Scream 4“ aus dem Jahr 2011 bekannt. Nach einem kurzen Auftritt in „Scream“ von 2022 kehrte sie 2023 in „Scream VI“ erneut als Kirby zurück. Zu ihren weiteren Filmen gehörten „I Love You, Beth Cooper“ und „A Bug’s Life“.
Mit Claire Bennet, Juliette Barnes und Kirby Reed hinterlässt Panettiere drei Figuren, die jeweils über mehrere Jahre oder Filme hinweg mit ihrer Karriere verbunden blieben.
Memoiren schilderten ein Leben im Rampenlicht
Im Mai veröffentlichte Panettiere ihre Memoiren „This Is Me: A Reckoning“. Darin schrieb sie über ihren frühen Ruhm, Mutterschaft und Bisexualität sowie über ihre psychische Gesundheit, Suchtprobleme und den Tod ihres jüngeren Bruders Jansen Panettiere. Er war im Februar 2023 im Alter von 28 Jahren gestorben.
Einen zusätzlichen Bezug zum deutschsprachigen Publikum hatte ihre frühere Beziehung mit dem ukrainischen Boxer Wladimir Klitschko. Die beiden waren zwischen 2009 und 2018 mit Unterbrechung liiert und bekamen 2014 eine Tochter.
Panettiere hatte in der Vergangenheit offen über Alkohol- und Drogenprobleme, Depressionen und eine Wochenbettdepression gesprochen. Diese öffentlichen Schilderungen erlauben jedoch keine Rückschlüsse auf ihren Tod: Eine Todesursache wurde nicht genannt.






























