Frank Beard, langjähriger Schlagzeuger der US-Rockband ZZ Top, ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Der Musiker starb am Montag in Hospizpflege auf seiner Ranch in Richmond im US-Bundesstaat Texas, seine Familie war bei ihm, wie Bandsprecher Bob Merlis bestätigte. Eine Todesursache wurde nicht genannt. Gitarrist und Sänger Billy Gibbons gab den Tod am Dienstag bekannt und würdigte Beard als Freund, Weggefährten und „wahren Sohn von Texas“. Beard gehörte ZZ Top seit 1969 an und prägte den Sound der Gruppe mehr als fünf Jahrzehnte lang.
- Frank Beard starb mit 77 Jahren im Kreis seiner Familie auf seiner Ranch in Texas.
- Der Schlagzeuger spielte seit 1969 bei ZZ Top.
- Eine Todesursache wurde zunächst nicht bekannt gegeben.
- Die Band sagte zwei Konzerte ab, will ihre US-Tour aber am Wochenende fortsetzen.
Beard starb während einer laufenden US-Tour
ZZ Top befanden sich zum Zeitpunkt seines Todes auf ihrer „The Big One!“-Tour durch die USA. Bereits zuvor hatte die Band einen Auftritt im Hollywood Bowl in Los Angeles kurzfristig gestrichen. Zunächst war dabei von unvorhergesehenen Personalangelegenheiten die Rede gewesen; spätere Berichte stellten die Absage mit Beards Gesundheit in Zusammenhang.
Nach Angaben der Band befand sich der Musiker zuletzt in Hospizpflege.
Mit Beard verliert ZZ Top nach Bassist Dusty Hill innerhalb weniger Jahre das zweite Mitglied der jahrzehntelang bekannten Dreierbesetzung.
Hill war 2021 im Alter von 72 Jahren gestorben. Seitdem spielt Elwood Francis Bass in der Gruppe. Gibbons erklärte, er und Francis hätten mit Beard einen großartigen Freund und Mitstreiter verloren. Dessen charakteristischer Backbeat sei entscheidend für ZZ Top gewesen.
Sein Rhythmus bestimmte den Sound von ZZ Top
Beard wurde am 11. Juni 1949 in Frankston in Texas geboren und wuchs in Irving auf. Als Jugendlicher entdeckte er die Bluesszene von Dallas. Vor seiner Zeit bei ZZ Top spielte er unter anderem bei American Blues, den Warlocks, Hustlers und Cellar Dwellers.
1969 ersetzte er den damaligen Schlagzeuger Dan Mitchell bei der kurz zuvor in Houston entstandenen Band. Beard brachte zudem Dusty Hill als möglichen Bassisten bei Gibbons ins Gespräch. Damit nahm jene Besetzung Gestalt an, die über Jahrzehnte mit ZZ Top verbunden blieb.
Auf dem 1971 veröffentlichten Debüt „ZZ Top’s First Album“ war Beard bereits zu hören. Der kommerzielle Durchbruch folgte 1973 mit „Tres Hombres“. Später spielte er bei bekannten Titeln wie „La Grange“, „Tush“, „Sharp Dressed Man“ und „Legs“. Insgesamt veröffentlichte die Band 15 Studioalben; nach Angaben des US-Branchenverbands RIAA verkaufte sie allein in den Vereinigten Staaten mehr als 25 Millionen Tonträger.
Während Gibbons und Hill mit langen Vollbärten zum optischen Markenzeichen der Gruppe wurden, blieb ausgerechnet der Musiker mit dem Nachnamen Beard das einzige Mitglied ohne Vollbart. 2004 wurde ZZ Top in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.
Beards Tod bedeutet, dass Billy Gibbons nun das einzige verbliebene Mitglied der klassischen ZZ-Top-Besetzung ist.
Die Band will Beards Wunsch entsprechend weitermachen
Die für Dienstag in Sandy im Bundesstaat Utah und Mittwoch in Colorado Springs vorgesehenen Konzerte wurden abgesagt. Am Wochenende soll die Tour mit einem Termin bei Austin City Limits fortgesetzt werden. Die Band bezeichnete den Ort als eine von Beards bevorzugten Spielstätten; Austin sei für ihn zudem eine Art zweite Heimat gewesen.
Gibbons zufolge soll ZZ Top weitermachen, wie Beard es gewollt habe. Wer bei den kommenden Auftritten am Schlagzeug sitzen wird, ging aus den vorliegenden Mitteilungen nicht hervor. Für die Band bedeutet die angekündigte Fortsetzung damit einen weiteren personellen Übergang, nachdem Francis bereits Hill am Bass ersetzt hatte.






























