Prinz Harry und Meghan Markle wollen nach übereinstimmenden britischen Medienberichten mit ihren Kindern aus den USA nach Großbritannien zurückkehren. Der Umzug soll noch im August erfolgen, bevor der siebenjährige Prinz Archie und die fünfjährige Prinzessin Lilibet im September in England die Schule beginnen. Als neuer Hauptwohnsitz ist demnach ein privates Anwesen außerhalb Londons vorgesehen – keine Unterkunft der Krone. Der BBC und dem „Telegraph“ zufolge werden der Herzog und die Herzogin von Sussex weiterhin als Privatpersonen leben und keine offiziellen Aufgaben für die Königsfamilie übernehmen.
- Die Familie soll noch im August nach Großbritannien übersiedeln.
- Archie und Lilibet sind Medienberichten zufolge für einen Schulbeginn im September angemeldet.
- Harry und Meghan wollen keine offiziellen Royal-Pflichten übernehmen.
- Ihre Immobilien in Kalifornien und Portugal sollen sie behalten.
Die Rückkehr nach Großbritannien wäre damit ein geografischer Neuanfang, nicht aber die Rückkehr Harrys und Meghans in den inneren Kreis der arbeitenden Royals.
Der Umzug ändert nichts am privaten Status
Harry und Meghan hatten sich 2020 von ihren Aufgaben für das Königshaus zurückgezogen und ließen sich in Montecito im US-Bundesstaat Kalifornien nieder. Im Zuge der damaligen Vereinbarung mit dem Buckingham-Palast verzichteten sie darauf, die Anrede „Königliche Hoheit“ zu verwenden und öffentliche Mittel für ihre Arbeit zu erhalten.
An dieser Trennung zwischen Familienzugehörigkeit und offizieller Funktion soll sich durch den geplanten Umzug nichts ändern. Für die Sussexes bedeutet das: Sie können wieder dauerhaft in Großbritannien leben, ohne als Repräsentanten der Krone aufzutreten. Ihre Häuser in Montecito und Portugal wollen sie den Berichten zufolge behalten.
König Charles soll am Sonntag über die Pläne informiert worden sein. Der „Telegraph“ berichtet, er sei über die Aussicht erfreut, seine Familie künftig häufiger sehen zu können. Ob die Rückkehr zugleich eine weitergehende Aussöhnung innerhalb der Königsfamilie einleitet, ist jedoch nicht bekannt.
Der Personenschutz bleibt eine offene praktische Frage
Harry hatte in den vergangenen Jahren wiederholt Sicherheitsbedenken als Grund dafür genannt, seine Familie nicht nach Großbritannien zu bringen. 2025 scheiterte er vor einem Berufungsgericht mit seinem Einspruch gegen eine Entscheidung des britischen Innenministeriums.
Danach erhalten Harry und seine Familie bei Aufenthalten in Großbritannien nicht automatisch denselben Sicherheitsstatus wie andere Royals. Stattdessen wird der Schutz bei Besuchen jeweils im Einzelfall beurteilt.
Der geplante Hauptwohnsitz stellt den früheren automatischen Sicherheitsstatus nicht von selbst wieder her; die private Lebensführung und die staatliche Schutzregelung bleiben getrennte Fragen.
Ein Familienbesuch im Juli ging der Rückkehr voraus
Im Juli reisten Harry, Meghan und ihre Kinder gemeinsam nach Großbritannien. Es war laut „People“ ihr erster gemeinsamer Aufenthalt dort seit 2022. Die Familie wohnte auf dem Landsitz Althorp in Northamptonshire, dem Stammsitz der Familie Spencer, bei Harrys Onkel Charles Spencer.
Während dieser Reise trafen Archie und Lilibet auch König Charles und Königin Camilla. Charles hatte seine Enkel vor diesem Wiedersehen zuletzt 2022 bei den Feierlichkeiten zum Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. gesehen. Harry hatte bereits zuvor erklärt, er wünsche sich eine Versöhnung mit seinem Vater.
Die berufliche Unabhängigkeit vom Palast bleibt bestehen
Seit dem Rückzug aus dem Königshaus bauen Harry und Meghan eigene Medien- und Geschäftsprojekte auf. Aus ihrer Zusammenarbeit mit Netflix gingen unter anderem „Harry & Meghan“, „Polo“ und „With Love, Meghan“ hervor. Der Streamingdienst wandelte die umfassendere Vereinbarung zuletzt in einen First-Look-Vertrag um, bei dem Netflix neue Projekte zunächst angeboten werden.
Archewell Productions arbeitet weiterhin mit Netflix an einer Serie über Polo. Zugleich zog sich der Streamingdienst als Geschäftspartner von Meghans Lifestyle-Marke As Ever zurück. Die Rückkehr nach Großbritannien ändert nach den vorliegenden Berichten nichts an der Ausrichtung auf eine eigenständige Karriere außerhalb des Palasts.
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