Xiaomi ist ein chinesischer Technologiekonzern, der sein Geschäft inzwischen auch auf Autos ausgeweitet hat. Nun stellt das Unternehmen unter der neuen Marke SkyNomad zwei große SUV vor: den fünfsitzigen N70 und den größeren N90 mit bis zu sieben Plätzen. Beide Modelle sind Xiaomis erste Elektroautos mit Reichweitenverlängerer. Sie fahren ausschließlich über Elektromotoren, führen aber zusätzlich einen Benzinmotor als Generator mit. In China können bereits Anzahlungen geleistet werden; die ersten Auslieferungen sollen noch in diesem Quartal beginnen.
- Für N70 und N90 stehen Batterien mit 52 oder 76 Kilowattstunden zur Wahl.
- Der N70 Max soll nach dem chinesischen CLTC-Zyklus 505 Kilometer rein elektrisch fahren.
- Beim N90 sinkt die angegebene elektrische Reichweite mit großem Akku auf 464 Kilometer.
- Der N70 mit 76-kWh-Batterie startet bei 259.900 Yuan.
Der Benzinmotor erzeugt Strom, treibt aber keine Räder an
Anders als Xiaomis Limousine SU7 und das SUV YU7 sind die SkyNomad-Modelle keine reinen Batterieautos. Ein 1,5-Liter-Motor von Changan mit 150 PS lädt bei Bedarf die Batterie nach. Mit den Rädern ist der Verbrenner nicht direkt verbunden; den Vortrieb übernehmen in allen Varianten Elektromotoren.
Der N70 wird in der Basisversion mit einem Elektromotor an der Hinterachse angeboten, daneben gibt es Ausführungen mit zwei Motoren. Käufer können zwischen einem Lithium-Ionen-Akku mit 52 kWh und einer NMC-Batterie mit 76 kWh wählen. Reichweitenwerte für den kleineren Energiespeicher wurden bislang nicht genannt.
Mit dem 76-kWh-Akku verspricht Xiaomi für den N70 Max 505 Kilometer und für den größeren N90 464 Kilometer rein elektrische Reichweite.
Beide Angaben beruhen auf dem chinesischen CLTC-Prüfzyklus. Für deutsche Interessenten bedeutet das, dass die Werte nicht unmittelbar mit den hier üblichen WLTP-Angaben vergleichbar sind. Ein belastbarer Vergleich setzt Messungen nach demselben Prüfverfahren voraus.
Der große Akku soll an einer Gleichstrom-Schnellladesäule in 18 Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen werden können. Für den N90 Max nennt Xiaomi einschließlich der vom Generator bereitgestellten Energie eine Gesamtreichweite von mehr als 1.705 Kilometern. Das Konzept soll somit lange Strecken ermöglichen, ohne dass der Benzinmotor selbst die Achsen antreibt.
Der N90 schafft mehr Raum für Passagiere und Camping
Mit 5,285 Metern Länge überragt der N90 den 4,960 Meter langen N70 deutlich. Beide sind 1,998 Meter breit; die Höhe beträgt 1,825 Meter beim N90 und 1,785 Meter beim N70. Auch der Radstand fällt beim größeren Modell mit 3,080 Metern länger aus als die 2,950 Meter des N70.
Während der N70 grundsätzlich fünf Personen aufnimmt, wird der N90 in Konfigurationen mit fünf oder sieben Sitzen angekündigt. Die Vordersitze lassen sich um 180 Grad zur zweiten Reihe drehen. Außerdem kann die Mittelarmlehne zu einem kleinen Tisch ausgezogen werden; in der zweiten Reihe sind Sitze mit Fußstützen vorgesehen. Einige Varianten sollen zudem einen Kühlschrank und Lautsprecher im Dachbereich erhalten.
Xiaomi versucht damit, den Innenraum nicht nur als Fahrgastzelle, sondern auch als mobilen Arbeits-, Aufenthalts- und Freizeitraum zu positionieren.
Besonders deutlich wird dieser Ansatz bei der N90 Max Camping Edition. Sie erhält ein aufstellbares Dach, eine Liegefläche auf dem Fahrzeugdach, einen Befestigungspunkt für ein Zelt und einen abnehmbaren Tisch.
Die Preise beginnen bei rund 31.000 Euro
Der N70 mit der großen 76-kWh-Batterie kostet in China ab 259.900 Yuan, entsprechend 38.400 US-Dollar oder grob 31.000 Euro. Für den N90 Max werden mindestens 299.900 Yuan verlangt, also 44.600 US-Dollar beziehungsweise ungefähr 36.000 Euro.
Damit kombiniert Xiaomi Batteriekapazitäten, wie sie auch bei reinen Elektroautos vorkommen, mit einem zusätzlichen Verbrennungsmotor. In der Praxis bedeutet das: Ein großer Teil der Fahrten könnte innerhalb der angegebenen elektrischen Reichweite stattfinden, während der Generator die Abhängigkeit von Ladestationen auf längeren Strecken verringern soll.
Wäre ein SUV mit großer Batterie und Benzin-Generator für Sie attraktiver als ein reines Elektroauto?






























