Kia hat den Preis des EV3 für die USA bekannt gegeben. Das kompakte Elektro-SUV startet bei 29.450 US-Dollar; zusammen mit der obligatorischen Liefergebühr von 1.495 US-Dollar werden mindestens 30.945 US-Dollar fällig. Damit unterschreitet Kia die im April genannte Zielmarke von 35.000 US-Dollar deutlich. Der EV3 ist eine kleinere Alternative zum EV9 und wird zum günstigsten Elektroauto im US-Angebot der Marke. Je nach Ausführung verfügt er über Front- oder Allradantrieb und erreicht eine elektrische Reichweite von bis zu 321 Meilen, umgerechnet rund 517 Kilometer.
- Der Kia EV3 kostet in den USA ab 29.450 US-Dollar zuzüglich 1.495 US-Dollar Liefergebühr.
- Die maximale angegebene Reichweite beträgt 321 Meilen, also rund 517 Kilometer.
- Kia bietet den EV3 mit Front- und Allradantrieb an.
- An einem 350-kW-DC-Schnelllader soll der Ladestand in rund 31 Minuten von 10 auf 80 Prozent steigen.
Im April lag Kias Ziel noch bei 35.000 Dollar
Als Kia im April ankündigte, den EV3 in die USA zu bringen, stellte der Hersteller einen Preis unterhalb von 35.000 US-Dollar in Aussicht. Die nun veröffentlichte Summe liegt selbst nach Einrechnung der Liefergebühr mehr als 4.000 US-Dollar darunter.
Der Schritt erfolgt in einem schwierigen Umfeld für preisgünstige Elektroautos in den Vereinigten Staaten. Nachdem die Regierung von Donald Trump im Juli 2025 Steuervergünstigungen aus der Biden-Ära zurückgenommen hatte, strichen mehrere Hersteller Elektromodelle oder gaben entsprechende Planungen auf.
Mit einem Basispreis von 29.450 US-Dollar zählt der EV3 zu der kleinen Gruppe angekündigter Elektrofahrzeuge, deren reiner Fahrzeugpreis unter 30.000 US-Dollar bleibt.
Für den Preisvergleich ist die Unterscheidung wichtig: Die Marke von 30.000 US-Dollar gilt nur vor der Liefergebühr. Tatsächlich müssen Käufer mindestens 30.945 US-Dollar einplanen. Ein direkter Rückschluss auf einen möglichen Preis im deutschsprachigen Markt ist daraus nicht möglich, da Hersteller ihre Preise, Abgaben und Ausstattungen je nach Absatzmarkt unterschiedlich kalkulieren.
Der EV3 kombiniert kompakte Maße mit EV9-Design
Technisch und optisch übernimmt der EV3 Elemente des größeren Kia EV9, ist bei seinen Abmessungen aber nahezu mit dem Kia Niro vergleichbar. Käufer können zwischen Varianten mit Frontantrieb und Allradantrieb wählen.
Für den nordamerikanischen Markt erhält das Fahrzeug einen NACS-Anschluss. Dadurch ist der EV3 mit Teslas Supercharger-Netz kompatibel. Das ist für US-Kunden praktisch relevant, weil der verwendete Ladeanschluss bestimmt, welche öffentlichen Schnelllader ohne zusätzlichen Adapter genutzt werden können.
Kia gibt an, dass sich die Batterie an einem DC-Schnelllader mit 350 Kilowatt in etwa 31 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lässt. Die genannte Höchstreichweite liegt bei 321 Meilen.
Ford plant für Anfang 2027 ein günstigeres Modell
Das Angebot an Elektrofahrzeugen in dieser Preisklasse soll weiter wachsen. Ford kündigte Anfang August an, dass der kommende Elektro-Pick-up „Fathom“ 28.350 US-Dollar kosten und irgendwann Anfang 2027 ausgeliefert werden soll.
Zugleich kehren in einzelnen US-Bundesstaaten Kaufanreize zurück. Kalifornien führte im Juli ein Programm ein, das Erstkäufern beim Erwerb eines neuen Elektroautos einen sofortigen Nachlass von 3.500 US-Dollar gewährt. Für ein gebrauchtes Elektrofahrzeug sind 1.500 US-Dollar vorgesehen.
Für Kia bedeutet der niedrigere Einstiegspreis, dass der EV3 auch ohne die frühere landesweite Steuerförderung als vergleichsweise günstiges Modell positioniert werden kann.
Wäre ein ähnlich positionierter Kia EV3 auch für Sie eine interessante Alternative im deutschen Elektroauto-Markt?






























