Die AFC Champions League Elite ist der führende Klubwettbewerb der Asian Football Confederation (AFC). In der kommenden Gruppenphase müssen die iranischen Vertreter Esteghlal aus Teheran und Tractor aus Täbris ihre Partien gegen Klubs aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten an neutralen Spielorten austragen. Das wurde bei der Auslosung am Dienstag bestätigt. Der Wettbewerb beginnt am 14. September. Betroffen sind Begegnungen mit Al Ain, Al Wasl, Shabab Al-Ahli, Al Gharafa, Al Sadd und Al Shamal – vor dem Hintergrund des anhaltenden Konflikts in der Region.
- Esteghlal und Tractor treten gegen ihre Gegner aus Katar und den Emiraten an neutralen Spielorten an.
- Die Partien der AFC Champions League Elite beginnen am 14. September.
- Aus jeder regionalen Gruppe erreichen acht Mannschaften das Achtelfinale.
- Ab dem Viertelfinale werden sämtliche Begegnungen in Saudi-Arabien ausgetragen.
Regionale Spannungen prägen die Ansetzung
Seit den Angriffen der USA und Israels auf Iran im Februar hat Teheran Ziele in Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten angegriffen. Iran erklärte, damit auf die Nutzung amerikanischer Stützpunkte für Angriffe zu reagieren. Die Nachbarstaaten forderten Teheran auf, den Beschuss ihres Territoriums einzustellen.
Zusätzliche Spannungen entstanden am Sonntag: Iran behauptete, drei seit März vermisste Piloten würden in Katar festgehalten. Doha wies diese Darstellung zurück.
Die neutralen Spielorte trennen die sportlichen Begegnungen damit räumlich von den unmittelbar beteiligten Staaten, ohne dass die AFC die Duelle aus dem Wettbewerb nimmt.
Für Esteghlal und Tractor bedeutet die Entscheidung, dass sie in diesen Begegnungen nicht im eigenen Stadion antreten können. In der Praxis kann eine solche Verlegung die Reiseplanung, den Zugang der eigenen Anhänger und den üblichen Heimvorteil beeinflussen. Welche konkreten Spielorte genutzt werden und wie die Organisation aussehen wird, wird im Bericht nicht genannt.
Irans Ligabetrieb läuft wieder unter Einschränkungen
Auch der nationale Fußballbetrieb war von der Lage betroffen. Die iranische Liga wurde im Februar nach Beginn der Angriffe ausgesetzt. Am vergangenen Wochenende nahm sie den Spielbetrieb wieder auf: Eine Partie fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, bei anderen Begegnungen galten Beschränkungen für die Zuschauerkapazität.
Dass die beiden iranischen Klubs international antreten, bedeutet somit keine vollständige Rückkehr zum regulären Fußballbetrieb.
Sportlich entgingen Esteghlal und Tractor bei der Auslosung den stark eingeschätzten Vertretern aus Saudi-Arabien. Das Land stellt in der westlichen Zone fünf Mannschaften. Titelverteidiger Al-Ahli aus Dschidda will als erster Klub drei Champions-League-Titel nacheinander gewinnen. Trainer Matthias Jaissle wechselte in diesem Monat zum englischen Premier-League-Klub Newcastle.
Al-Hilal aus Riad strebt seinen fünften Titel an. Al-Nassr kehrt nach dem Gewinn der saudischen Pro League im Mai mit Cristiano Ronaldo in den Wettbewerb zurück.
Je acht Teams ziehen ins Achtelfinale ein
Die AFC Champions League Elite besteht aus zwei regionalen Zonen mit jeweils 16 Mannschaften. Die besten acht Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Achtelfinale. Von der Runde der letzten acht an finden alle Partien in Saudi-Arabien statt; das Finale ist für den 1. Mai angesetzt.
In der östlichen Zone hatten japanische Klubs die vergangenen beiden Endspiele erreicht: Kawasaki Frontale und Machida Zelvia verloren jeweils gegen Al-Ahli, sind diesmal aber nicht qualifiziert. Mit Gamba Osaka sowie den südkoreanischen Vereinen Jeonbuk Hyundai Motors und Pohang Steelers nehmen frühere Titelträger teil.
Sind neutrale Spielorte unter diesen Umständen die richtige Lösung, oder sollte die AFC andere Wettbewerbsmodelle prüfen? Teilen Sie Ihre Einschätzung.






























